„Der Stefan Aust Komplex“

Die Geschichte der bewaffneten Gruppen ist wichtiger Bestandteil linksradikaler Geschichte – es ist nowendig, ihre Erfahrungen, Niederlagen und Erfolge zu reflektieren, auch für eine revolutionäre Zukunft. Es wäre falsch, dieses Feld der Geschichte an die Austs, Kraushaars, Reemtsmas abzutreten.

Zum Start des Kinofilms „Der Baader-Meinhoff-Komplex“ hat es in Hamburg einen „Anschlag“ mit Farbbeuteln und Steinen auf das Wohnhaus von Stefan Aust gegeben. Der Anschlag richtet sich gegen die anhaltende Geschichtsverdrehung von Offizieller Seite und eben von Aust im speziellen. Auf Indymedia wurde nun das Bekennerschreiben dokumentiert.
Eine lesenswerte Filmkritik veröffentlichte letzte Woche auch die Jungle World, hier ein kurzer Auszug:

Der Film ist mit dem Anspruch angetreten, eine völlig neue Dimension für Diskussionen und filmische Darstellung der RAF zu liefern. Die Frage ist: Welche Relevanz hat ein historisch überfrachteter Actionfilm, dessen Szenen nur mühsam mit einem sehr undifferenzierten Gewaltbegriff zusammengehalten werden?