Friedenskundgebung in Aschaffenburg

10.Jannuar 2009: Auch in Aschaffenburg konnten es sich etwa 100 Menschen nicht verkneifen, ihre Meinung zum aktuellen Konflikt zwischen Hamas und Israel Kund zu tun. Dabei kam es erfreulicherweise nicht zu antisemitischen Ausfällen, wie sie bei anderen „Friedens“demonstrationen in letzter Zeit leider an der Tagesordnung sind. Ein Bericht dazu ist auf kommunal.blogsport.de erschienen.

Zur Aschaffenburger Kundgebung gegen den Krieg im Nahen Osten finden sich auf kommunal ein Beitrag der AGA sowie einige Fotos. Es handelt sich dabei um den Anhang zu den 22 Anmerkungen zu Israel und Palästina.
Da wir uns der Brisanz des Themas bewußt sind, verweisen wir auf die Möglichkeit der Reaktion durch die Kommentarfunktion oder per Email: info-buero@web.de

In der Unterführung an der City Galerie sieht es anders aus, dort tobte sich die „Kauft nicht bei Juden“-Fraktion aus. Wobei im Eifer des Gefechts auch noch was schief ging:


8 Antworten auf “Friedenskundgebung in Aschaffenburg”


  1. 1 stop war 20. Januar 2009 um 13:54 Uhr

    Hallo erstmal…

    Woher weiß Mensch, dass das die ‚kauft nicht bei Juden‘-Fraktion war.
    Rein theoretisch hätten es auch Menschen palästinenschischer Abstammung gewesen sein können.
    Okay, dass man den Davidstern mit einem Pentagram verwechselt traue ich den Nasen eindeutig zu, genauso wie im Internet das Wort Zionismus nachzuschlagen, damit man weiß, welches Wort man verwenden soll.

    Am Dammer Steg befinden sich übrigens auch noch weitere solcher Schmierereien, wobei dort der Davidstern richtig gesprüht wurde, also kann es durchaus möglich sein, dass an dem ‚Graffiti‘ in der Unterführung, jemand anderes beteiligt war. Zudem wurde am Dammer Steg nur Schwarz benutzt und kein Rot.

    Alles in allem fand ich die Kundgebung gelungen aber viel zu kurz.
    Durch eine längere Kundgebung, oder zumindest einem Demozug durch die Innenstadt hätte man warscheinlich viel mehr Leute erreichen können und die Teilnehmer hätten sich nicht in der Kälte die Füße plattgestanden.

    Daumen hoch und weiter so!
    Kein Krieg, im Gaza-Streifen und anderswo!

  2. 2 stopthebomb 20. Januar 2009 um 18:13 Uhr

    Hallo,
    eine weiterer Termintipp:
    http://de.stopthebomb.net/de/start/deutschland/termine/newsdetails/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=136&tx_ttnews%5BbackPid%5D=88&cHash=6472aeb3e5

    Den Protesten gegen ein Manager-Seminar folgt eine prominent besetzte Podiumsdiskussion

    17.00 Uhr, Westendplatz:
    Protestkundgebung gegen Iran-Geschäfte beim Manager-Seminar „Ihr Geschäftserfolg im Iran“

    19.00 Uhr, Jüdische Gemeinde:
    Podiumsdiskussion über den Iran, die deutsch-iranischen Beziehungen und die aktuelle Situation im Nahen Osten.
    Mit Beiträgen von Nasrin Amirsedghi, Ulrich W. Sahm, Alex Feuerherdt und Jonathan Weckerle.

  3. 3 Kim 20. Januar 2009 um 22:20 Uhr

    Hallo,

    ein paar Anmerkungen:

    @stop war
    „Woher weiß Mensch, dass das die ‘kauft nicht bei Juden’-Fraktion war. Rein theoretisch hätten es auch Menschen palästinenschischer Abstammung gewesen sein können.“

    Wieso kann die „‘kauft nicht bei Juden’-Fraktion“ nicht auch „palästinenschischer Abstammung“ sein? Ich glaube du denkst da sowieso in den falschen Kategorien bzw. vielleicht meinst du auch das hier: palästinesischer Kulturkreis. Abstammung, ein furchtbares Wort. Ein weiterer Gedanke: vielleicht waren es ja gar keine Nasen oder Islamisten, vielleicht waren es ja vermeintliche Linke.
    Außerdem und was noch wichtiger ist: egal, was ein Antisemit für einen kulturellen Backround aufweist, sein Ziel ist das Selbe – egal ob er es durch verbale Äußerungen vorbereitet oder sei es mit Gaskammern, Todesmärschen oder auch durch das umschnallen eines Sprengstoffgürtels durchzieht: die Vernichtung.

    „Kein Krieg, im Gaza-Streifen und anderswo!“
    Richtig, vielleicht solltest du Gsza dabei nicht herausstellen bzw Israel hinzufügen, denn bevor Israel seine militärische Offensive begonnen hatte, mussten die israelischen Bewohner am Ende bis zu 50 Raketen pro Tag aushalten (http://www.jer-zentrum.org/ViewArticle.aspx?ArticleId=114); und das, nachdem bis Ende 2005 sich Israel aus dem Gazastreifen zurückgezogen hatte und die Siedlungen geräumt hatte, noch dazu unter dem Hardliner Ariel Scharon, der nicht gerade einen guten Ruf hat. (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,369914,00.html)
    aus dem Kommunalblog:
    „eine begrenzte (symbolische) Rückkehr vertriebener Palästinenser sowie die Verhandlungsbereitschaft auch mit unappetitlichen Staaten und Gruppen wie Syrien, Iran, Hisbollah und Hamas.“
    Hier muss man differenzieren: ein Teil der Palästinenser wurde tatsächlich vetrieben, ein anderer Teil ging freiwillig und zwar aufgrund des Versprechens der arabischen Staaten wieder zurückzukehren nachdem das Land von den Juden gesäubert worden ist, der letzte Teil blieb in Israel und hat einen israelischen Pass.
    Zum Zweiten:
    mit Gruppen und Staaten zu verhandeln die meine Vernichtung wollen, bitte? denkt mal drüber nach, das würdest du doch nicht machen, wenn du auch andere Möglichkeiten hättest!
    Eine Stärkung der progressiveren, welche nicht die progressivsten sind Kräfte sind im Gazastreifen wäre von nöten; ich glaube die Hamas geht da einigen auf den Keks, nicht zuletzt, weil ein Teil der Bevölkerung Gazas, die nicht die Hamas gewählt hat, man sozusagen als Geisel zählen kann. Genauso wie die Stärkung der iranischen Opposition und der demokratischen Kräfte im Libanon gegen die Partei Gottes.

    So das war es erstmal. (Achja zu den vom Einwanderungministerium angestellten Bloggern gehöre ich nicht: http://www.israelnetz.com/themen/nachrichten/artikel-nachrichten/datum/2009/01/19/einwanderungsministerium-engagiert-blogger/ )

    Ein paar Bücher zum Thema:
    -Halbmond und Hakenkreuz. Das „Dritte Reich“, die Araber und Palästina.von Klaus-Michael Mallmann (Autor), Martin Cüppers (Autor)
    -Djihad und Judenhaß. Über den neuen antijüdischen Krieg. von Matthias Küntzel
    -Israels Existenzkampf: Eine moralische Verteidigung seiner Kriege von Yaacov Lozowick und Ulrike Borchardt von Konkret Literatur Verlag
    -http://www.matthiaskuentzel.de

  4. 4 anarcho 21. Januar 2009 um 11:29 Uhr

    ich denke mit „kauft nicht bei juden“-fraktion sind einfach nur menschen mit antisemitischer einstellung gemeint, nicht unbedingt nazis.

  5. 5 Kim 21. Januar 2009 um 12:13 Uhr

    Hallo,

    ich habe mir gestern die Mühe gemacht einen längeren Beitrag zu schreiben. Wieso ist dieser noch nicht veröffentlicht, während der Beitrag von Anarcho bereits gepostet wurde.

    Kim

    Administrator: Sorry, manche Kommentare bleiben in der Moderationsschleife hängen, manche nicht.

  6. 6 @ stop war 21. Januar 2009 um 17:21 Uhr

    am dammer steg wurde auch rote farbe benutzt.
    außerdem wird israel als kindermörder bezeichnet.

    der ausdruck der „kauft nicht bei juden fraktion“ ist ja wohl am treffensten, denn wir können ja wohl über die urheber nur spekulieren, dass sie allerding nicht sonderlich israel-freundlich sind ist klar.

    wir sollten uns gemeinsam mit allen opfern solidarisieren und uns nicht mit solchen endlosdiskussionen blockieren…

  7. 7 Kim 23. Januar 2009 um 18:23 Uhr

    Achja,

    ein guter Beitrag zum Vorwurf: Kindermörder.

    http://www.hagalil.com/archiv/2009/01/21/karikaturen/

  8. 8 Kim 28. Januar 2009 um 15:57 Uhr

    Hallo,

    vielleicht waren es auch welche von denen:

    http://www.revolution.de.com/revolution/0901/gaza/hamas.html

    „Für eine etwaige palästinensische linke (linksradikale, kommunistische, trotzkistische!) Bewegung ist die Situation etwas komplexer. Sie muss den unglaublich unangenehmen Schritt gehen, mit der HAMAS zusammenzuarbeiten, einer Gruppierung, die ihr vermutlich in den Rücken schießen würde, wenn sie könnte. Und gerade deswegen muss sie militärisch mit der HAMAS zusammenarbeiten, stets jedoch ihre politische wie organisatorische Unabhängigkeit wahren.“

    Das witzige oder besser gesagt traurige dabei ist, dass der Autor des Textes die Hamas als antisemitische und islamfaschistische Orga entlarvt und trotz alledem zur Zusammenarbeit der Linken aus Palästina gg. Israel aufruft. Ich glaube, dass nennt man Querfront und von einem antifaschistischen und, wie im Namen der Organisation angedeuteten, revolutionären Anspruch lässt sich da nicht sprechen.

    Und noch besser:

    Doch unabhängig von ihrer Politik, führt die HAMAS einen „doppelt fortschrittlichen“[7] Kampf. Denn einerseits schwächt jeder durch sie getötete Soldat die Unterstützung durch die israelische Bevölkerung. Gleichzeitig legt ihr Widerstand die Grundlagen dafür, ihre eigene Legitimationsgrundlage zu zerschlagen: Die Blockade Gazas.

    Aua. Schon allein die Tatsache, dass man für die Situation der Palästinenser nur und ausschließlich Israel die Schuld geben will und noch hinzu die Zusammenarbeit mit einer antisemitischen Orga gut heißt, verfiziert den Vorwurf des Antisemitismus.

    Wenn sehen will, was eine nichtemanzipatorische Organisation ist, dann kann man auch mal die Foren durchschauen: Man würde ein Leben lang brauchen, um die Lügen zu zerreißen.

    Bis dann…

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.