Archiv der Kategorie 'worldwide'

Mord an Alexis: Solidarität auch in Aschaffenburg

In Aschaffenburg versammelten sich am Abend des 10. Dezember etwa 20 Leute um gegen Polizeigewalt in Griechenland und an jedem Ort zu demonstrieren. Am Herstallturm wurde die erste Kundgebung abgehalten, mit 2 Transparenten ging es anschließend durch Herstallstraße und Steingasse zum Weihnachtsmarkt, wo nochmal 2 Kundgebungen abgehalten wurden. In den Redebeiträgen und den verteilten Flyern wurde Bezug zu den Ereignissen in Griechenland sowie zum Tod von Oury Jalloh in einer Polizeizelle in Dessau genommen.
In Frankfurt und Würzburg gab es weitere Aktionen. In Griechenland selbst geht der Aufstand jetzt erst richtig los: Arbeiter besetzten die Gewerkschaftszentrale in Athen, über 600 Schulen sind noch immer besetzt, ebenso zahlreiche Universitäten.
Zur voranschreitenden Selbstorganisation der Arbeiter wurde eine Erklärung eben dieser auf der Website der FAU-IAA veröffentlicht.

„Der Stefan Aust Komplex“

Die Geschichte der bewaffneten Gruppen ist wichtiger Bestandteil linksradikaler Geschichte – es ist nowendig, ihre Erfahrungen, Niederlagen und Erfolge zu reflektieren, auch für eine revolutionäre Zukunft. Es wäre falsch, dieses Feld der Geschichte an die Austs, Kraushaars, Reemtsmas abzutreten.

Zum Start des Kinofilms „Der Baader-Meinhoff-Komplex“ hat es in Hamburg einen „Anschlag“ mit Farbbeuteln und Steinen auf das Wohnhaus von Stefan Aust gegeben. Der Anschlag richtet sich gegen die anhaltende Geschichtsverdrehung von Offizieller Seite und eben von Aust im speziellen. Auf Indymedia wurde nun das Bekennerschreiben dokumentiert.
Eine lesenswerte Filmkritik veröffentlichte letzte Woche auch die Jungle World, hier ein kurzer Auszug:

Der Film ist mit dem Anspruch angetreten, eine völlig neue Dimension für Diskussionen und filmische Darstellung der RAF zu liefern. Die Frage ist: Welche Relevanz hat ein historisch überfrachteter Actionfilm, dessen Szenen nur mühsam mit einem sehr undifferenzierten Gewaltbegriff zusammengehalten werden?

Genoa 20th of July 2001 – remember Carlo Giuliani

Tibet, der Dalai Lama und was in den Medien alles untergeht

Aktuell: Mittlerweile gibt es einige gute Artikel zur Thematik auf szeneputzen.blogsport.de

China wird wegen Menschenrechtsverletzungen und dem Umgang mit den tibetischen Demonstranten in vielen Medien weltweit zur Zeit zurecht scharf kritisiert. Gleichzeitig entsteht durch diese Berichterstattung allerdings auch ein Zerrbild von Tibet, dem tibetischem Buddhismus und dem Dalai Lama. (mehr…)

18. März: Tag der politischen Gefangenen

Der Tag der politischen Gefangenen am 18.März wurde von der Roten Hilfe im Jahr 1922 ins Leben gerufen. Er erinnert an den Aufstand der Pariser Commune im Jahr 1871, aber auch an ihre Zerschlagung und die folgende Repression.

Auch heute sitzen weltweit tausende politische Gefangene, teils seit zig Jahren, hinter Gittern. Isolation, Folter und Drangsalierung in vielen Facetten ist für viele Gefangene bitterer Alltag. Doch gerade diese brauchen unsere Solidarität. Wir finden es wichtig sich solidarisch mit den Gefangenen zu zeigen und auf Ihre Lage aufmerksam zu machen. Schließlich können alle die sich für emanzipatorische/revolutionäre Veränderung stark machen in die Mühlen der Repression geraten.

Infos zum Thema gibt es unter

http://political-prisoners.net/18maerz2008/index.html
http://www.rote-hilfe.de
http://www.abc-berlin.net/

Freiheit für alle politischen Gefangenen – hier und überall auf der Welt!
http://www.abcf.net/abc/images/abcf.jpg

Mit Sicherheit kein Frieden

Wichtige Neuigkeiten:

110 bewaffnete Soldaten der Bundeswehr werden am kommenden Wochenende von Freitag den 9.02. bis Sonntag den 10.02. das Tagungshotel „Bayrischer Hof“ in der Münchener Innenstadt belagern. Diese stationierten Soldaten besitzen über das gesamte Gebäude das Hausrecht.
Was sich anhört wie eine Erzählung über eine Militär-Junta / Diktatur ist Realität geworden: Der Bevölkerung wurde seitens der Stadt München und der bayrischen Polizei zu Anfang der Woche das Demonstrationsrecht im Innenstadtbereich entzogen. Nun werden mehrere hundert bewaffnete Soldaten das Tagungshotel abriegeln und mit Polizeispezialeinheiten die Innenstadt überwachen und Repression auf Menschen ausüben, die von ihrem Demonstrationsrecht gebrauch machen möchten.[mehr]>>

Das Kreisverwaltungsreferat der Stadt München hat die Grossdemonstration gegen die
Nato-Kriegskonferenz am Samstag den 9.2.2008 verboten. Die bayrische Polizei sieht die innere Sicherheit durch die Gefahrenlage ausgehend von der Kundgebung bedroht. Ebenso sind ALLE anderen Demo-Alternativrouten im Innenstadtbereich verboten worden. Die kurze Demonstration vom Marienplatz (vor Rathaus)zur Residenz am Odeonasplatz (400m) stellt also für die bayrische Polizei eine zu grosse Bedrohung dar. Wurde schon vor ein paar Tagen eine Alternativroute vom KVR selbst empfohlen, wird nun der gesamte Innenstadtbereich zur Demonstrationsverbotszone. [mehr]>>

Chronik der Proteste 2002-2008

Aktuelle Infos

Hier ein Text der uns von der Anarchistischen Gruppe Aschaffenburg zugsteckt wurde: Mit Sicherheit kein Frieden

Bundesweite Demonstration gegen Repression

Am 15. Dezember fand in Hamburg eine bundesweite Antirepressionsdemo statt. Das Konzept „Out of Control“, die schützenswerten Konsumrechte der Weihnachtseinkäufer sowie die potentielle Anwesenheit von „2.000 gewaltbereite Personen“ diente der Polizei und der Versammlungsbehörde Hamburgs als Vorwand anzukündigen, die Demo „durch Polizeikräfte einschließend“ zu begleiten, sowie die geplante Route nicht zu genehmigen.[mehr]>>

Der Organisator der Demonstration, Andreas Blechschmidt, sprach nach dem Ende des Aufzugs von einem „politischen Skandal“. Es habe offensichtlich politische Vorgaben gegeben, die Demonstration von der Innenstadt fernzuhalten. Kleinere Verstöße gegen Auflagen seien zum Anlass genommen worden, das Versammlungsrecht „massiv einzuschränken“. Die Polizei wies die Vorwürfe zurück. Die GAL- Abgeordnete Antje Möller kritisierte, dass die Demonstration oft von der Polizei angehalten wurde, wo dies nicht unbedingt notwendig schien.

Bereits zu Beginn der Demonstration war die Stimmung aufgeheizt: „Wer in den Busch schießt, muss damit rechnen, dass zurückgeschossen wird“, rief eine Aktivistin vom Balkon der Rote Flora, dem Treff der linksautonomen Szene, den Polizisten entgegen. „Die Innenstadt ist von der politischen Meinungsäußerung abgesperrt und nur für den Konsum geöffnet“, meinte ein anderer Redner. „Wir sind gekommen, um die Verhältnisse zu andern.“

Nichts und Niemand ist vergessen!

Am 09. November 1938 begann die organisierte Verfolgung von Jüdinnen und Juden durch große Teile der Bevölkerung Nazideutschlands. In dem als „Reichskristallnacht“ bekannt gewordenen Abend gab es zahlreiche Übergriffe auf Synagogen, jüdische Geschäfte und anderen Einrichtungen. Im Verlauf der nächsten Tage verloren über 400 Menschen ihr Leben durch die zahlreichen antisemitischen Übergriffe. Zudem begannen die ersten Massendeportationen in die von Nazis errichteten Konzentrationslager. Bis zur Kapitulation Deutschlands am 08. Mai 1945 verloren durch die planmäßige Vernichtung über 6 Millionen jüdische Menschen ihr Leben durch das NS-Regime und deren Helfershelfer.

Anlässlich dieses Tages wird es in vielen Städten Aktionen geben. Unter anderem auch eine Kundgebung in Würzburg. Beteiligt euch an den Aktionen und tragt dazu bei, dass dieser Teil der Geschichte in Erinnerung bleibt – denn nichts und niemand ist vergessen.

Gegen Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus – Nie wieder Faschismus!

Infos zu NS und Antisemitismus gibt es unter: http://www.shoa.de

stressmob